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Juni 2010 Abenteuer lernen leben – Abenteuer Leben lernen Am Dienstag, 28.06.2010, war es soweit. Die Klasse 6a der Realschule Hardheim brach zu einer lange vorbereiteten und lange ersehnten 4-tägigen Abenteuertour auf. Seit März hatte die Klasse in den großen Pausen Fruchtspieße verkauft und konnte so aus eigenen Kräften einen beachtlichen Beitrag der Kosten übernehmen. Bei drückender Hitze startete man eine Wanderung zum ersten Zwischenziel, dem Nassig Forest. Während die begleitenden Lehrer, Andreas Böhrer und Wolfgang Bloch sich, nach einer kurzen Einweisung in das Kartenlesen, zurückhielten, wurde die Orientierung und Führung von der Klasse selbst geleistet. Nach „kleineren“ Umwegen wurde der Zeltplatz, nach 6 Stunden Wanderung und ca. 25 Km Strecke, gegen 21 Uhr erreicht. Sehr zur Freude der erschöpften Wanderer, hatten 3 Mitschüler, die verletzungsbedingt nicht an der langen, ersten Etappe teilnehmen konnten, unter Leitung von Frau Wolf, Frau Löffler und Frau Erbacher, die Zelte bereits aufgebaut. Dieses schwere Gepäck musste, dank der Bereitstellung eines Anhängers durch Herrn Wojdowski nicht selbst getragen werden. Nach der Zubereitung von Chili con Carne und Reis senkte sich, in sternenklarer Nacht, rasch Stille über das Zeltlager. Der nächste Tag begann um 7 Uhr. Die Zelte wurden abgebaut und verpackt. Nach der Morgenwäsche stand das Frühstück und die Zubereitung von Lunch-Paketen im Vordergrund. Für die folgende Wanderung nach Mondfeld stieß Thomas Farrenkopf als zusätzliche Aufsichtsperson zur Gruppe. Auf dem Weg kam es zu einer glücklicherweise unspektakulären Begegnung mit einer Wildschweinfamilie, bevor der Badesee in Mondfeld eine willkommene Gelegenheit zur Abkühlung bot. Gegen 16 Uhr wurde der Main auf einer Fähre überquert und das zweite Zwischenziel, eine Wiese am Ufer des Mains in Dorfprozelten erreicht. Trotz der insgesamt mittlerweile fast 40 Kilometern zurückgelegter Strecke, mussten nun wieder Zelte aufgebaut und das Abendessen, diesmal ein Eintopf mit Würstchen, zubereitet werden. Hier traf man auch Manuel Schwarzbach von der auf Abenteuerurlaub, Extremsportarten und Teamaufgaben spezialisierten Agentur „Erlebnis-Sport“, der die professionelle Führung auf den folgenden Etappen übernahm. Die Schüler Janis Erbacher und Adrian Gehrig ließen den Abend mit Liedern auf ihren Gitarren ausklingen. Am Donnerstag wurden, nach ausgiebiger Einweisung, gegen 10 Uhr Kanus zu Wasser gelassen. Ziel der Fahrt war diesmal Miltenberg. Sehr zur Freude der Schüler befand sich auch der Klassenlehrer unter den Bootsbesatzungen, die ein unfreiwilliges, jedoch höchst willkommenes Bad im Main genommen hatten. Der Elternsprecher der Klasse 6a, Herr Keilbach, konnte an diesem Tag seine Arbeit als Wassermeister, u.a. für den entsprechenden Mainabschnitt, mit dem Angenehmen verbinden und die Kanutour mit vielen gelungenen Schnappschüssen dokumentieren. In Miltenberg konnten die Anstrengungen der vergangenen Tage mit einigen Schokoriegeln oder einem Eis versüßt werden und Energiedepots wieder aufgefüllt werden, bevor man mit dem Zug Rippberg und anschließend zu Fuß das Gelände von Forest Jump erreichte. Den mittlerweile üblichen Abendablauf, also Zeltaufbau, Körperpflege und die Zubereitung des Abendessens, erledigten die Schüler diesmal vollständig in eigener Regie, während Andreas Böhrer und Manuel Schwarzbach den Folgetag planten und vorbereiteten. Nach einem ungewöhnlich späten Wecken um 8.30 Uhr, dem Frühstück und der Vorbereitung von Lunch-Paketen, begann der Parcours auf dem Gelände von Forest Jump. Das pädagogische Ziel des gesamten Ausflugs, nämlich die Förderung der Klassengemeinschaft und die Steigerung des Zusammenhaltes im Team 6a, wurde am Vormittag bei mehreren Stationen im Niedrigseilbereich gesteigert, bzw. gefestigt. Am Nachmittag galt es im Hochseilbereich, eigene Ängste und Grenzen zu überwinden und Mitschüler dabei zu unterstützen, ihre Ängste in den Griff zu bekommen. Als gegen 17 Uhr die ersten Eltern zu einem abschließenden, gemeinsamen Grillen ankamen, gab es, nach einer ereignisreichen Woche, entsprechend viel zu erzählen. Andreas Böhrer und Wolfgang Bloch zeigten sich beeindruckt von der erbrachten körperlichen Leistung und dem Durchhaltewillen der Schüler auf der von ihnen geplanten Tour, seit Beginn darauf angelegt war, an Grenzen heran zu führen und diese zu überschreiten. „Die gegenseitige Unterstützung, sei es bei der klaglosen Übernahme von bis zu 3 zusätzlichen Gepäcken während der Wanderung, um erschöpfte Mitschüler zeitweise zu entlasten, sei es beim Auf- und Abbau der Zelte oder beim Entwurf von Plänen zur Bewältigung gemeinsamer Aufgaben, führte zum Erfolg und wird weit über die zurückliegenden 4 Tage hinaus, auch im Schulalltag Früchte tragen“ ,meinte der Klassenlehrer. Auch der sich durch seine ruhige, freundschaftliche, humorvolle und professionelle Art auszeichnende Veranstalter, Manuel Schwarzbach, der innerhalb kürzester Zeit den Bezug zu den Schülern fand und als feste Größe in die Gruppe integriert wurde, sagte: „Die Kinder haben sich großartig geschlagen und als Team hervorragend zusammen gearbeitet.“ Erschöpft, aber zufrieden verabschiedeten sich gegen 20 Uhr alle Beteiligten in ein wohl verdientes Wochenende. |
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